Presse

Berlin, 22.03.2013

Kontaktloses Bezahlen – Der Kunde im Fokus: Initiative GeldKarte diskutiert neue Möglichkeiten für Handel und Verbraucher

 

Auf der 8. Jahresveranstaltung der Initiative GeldKarte e.V. diskutierten gestern Abend in Berlin Vertreter von Verbraucherschutz, Handel und Banken wesentliche Ansprüche an kontaktloses Bezahlen. Im Fokus stand die neue Bezahlfunktion der Deutschen Kreditwirtschaft 'girogo' und ihre sichere und einfache Handhabung.

 

Telefone waren nicht immer schnurlos, Computer nicht immer tragbar. Technologie ist zukunftsorientiert, Technologie unterliegt dem Wandel der Zeit. Auch die Art zu bezahlen verändert sich. Schnell steigende Ansprüche von Kunden treffen auf klare Vorgaben von Politik und Verbraucherschutz und den Pragmatismus der Wirtschaft. "Daher ist uns gelebter Dialog ein großes Anliegen. Kontaktloses Bezahlen muss Sicherheit, Komfort und Wirtschaftlichkeit verbinden – und es damit attraktiv für Kunden und Händler machen", betonte Ingo Limburg, Vorstandsvorsitzender der Initiative GeldKarte e.V., gestern Abend in Berlin. Die einfache und sichere Handhabung von girogo spiegelt dieses Bestreben wider.

 

Dabei kommt der Politik große Bedeutung zu, denn ihr obliegt es, die Rahmenbedingungen für die Einführung neuer Technologien zu schaffen. Peter Tauber, MdB, brachte es in seiner Keynote auf den Punkt: „Die Politik ist immer auch Mittler, etwa zwischen Wirtschaft und Verbraucher. Es ist unsere Aufgabe, alle Interessen so gut wie möglich zu berücksichtigen und das Ziel einer verbraucherfreundlichen und verbraucherorientierten Wirtschaft im Blick zu halten." Und was will der Kunde? Er wünscht sich, modern, schnell und bequem bezahlen zu können – ohne dabei Risiken einzugehen.

"Kontaktloses Bezahlen mit girogo entspricht den hohen Sicherheits- und Datenschutzstandards der Deutschen Kreditwirtschaft“, sagte Wolfgang Adamiok vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband. "Mit girogo haben Händler eine sichere und zukunftsweisende Technologie eingeführt." Das zeigt sich in der Praxis. Seit fast einem Jahr wird in der Region Hannover-Braunschweig-Wolfsburg Europas größtes Pilotprojekt zum kontaktlosen Bezahlen erfolgreich umgesetzt: Seit Projektstart im April 2012 wurden über 430 Akzeptanzstellen mit über 1.100 Terminals in der Einführungsregion etabliert. Deutschlandweit sind es bereits mehr als 1.250 Filialen.

 

Zu den Akzeptanzstellen der ersten Stunde gehört auch die Bäckerei von Karsten Fucke. Seine Kunden seien sehr zufrieden mit der neuen Technologie, berichtete er auf der Podiumsdiskussion zum Leitthema des Abends "Kontaktloses Bezahlen – neue Möglichkeiten für Handel und Verbraucher". girogo erleichtere nicht nur seinen eigenen beruflichen Alltag, sondern sei auch eine praktische Zeitersparnis für seine Kunden, so Fucke.

 

Und es waren die Kunden, auf die sich die Diskussionsrunde im besonderen Maße konzentrierte. "Als Verbraucherin will ich wissen, welche Daten erfasst werden und wer Zugang zu diesen Daten erhält", sagte Silke Stokar von Neuforn, MdB a.D. In der Diskussionsrunde wurde auch deutlich, dass eine klare Informationslage und die kontinuierliche Gewährleistung von Sicherheitsstandards das A und O von neuen Technologien sind, wie Dr. Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale NRW betonte. Ingo Limburg erklärte in diesem Zusammenhang, dass die neue Technologie verlässlich sei: "girogo wurde auf Basis internationaler Standards entwickelt. Das ist in unser aller Interesse."

 

Nicht zuletzt die Politik ermöglicht es, die Vorzüge und Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen von neuen Technologien glaubhaft zu vermitteln. Von einem regelmäßigen und konstruktiven Austausch profitieren alle. Das wurde auf der Jahresveranstaltung der Initiative GeldKarte e.V. deutlich. Denn Erfolg im Handel setzt die Zufriedenheit des Verbrauchers voraus.

 

Über girogo

In der Pilotregion Großraum Hannover, erweitert um die Städte Braunschweig und Wolfsburg, können etwa 1,3 Millionen Kunden bei ausgewählten Partnern Beträge bis 20 Euro bequem und schnell mit girogo begleichen: Einfach Karte an das Bezahlterminal halten. Fertig. In weniger als einer Sekunde. Das herkömmliche Stecken der Karte sowie die Eingabe einer PIN entfallen. Die Wartezeiten an der Kasse verkürzen sich. girogo ist seit Anfang 2012 auf über 1,2 Millionen SparkassenCards und knapp 210.000 VR-BankCards in der Testregion integriert. Die neuen Karten funktionieren zusätzlich zu den bisher geläufigen kontaktbehafteten Bezahlverfahren der Deutschen Kreditwirtschaft auch kontaktlos. Um girogo für den Kunden noch attraktiver zu gestalten, werden parallel zu den üblichen Ladeverfahren am Geldautomaten auch innovative Ladevarianten im Einzelhandel getestet. In den vergangenen Jahren wurden von der Deutschen Kreditwirtschaft bereits erfolgreich Pilotprojekte zum kontaktlosen Bezahlen bei Großveranstaltungen umgesetzt. Dazu gehören die kontaktlosen Stadionkarten der Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen und 1. FSV Mainz 05 sowie die Festivalcards auf dem Hurricane Festival. Diese Pilotprojekte konzentrieren sich auf die genannten Veranstaltungsorte. Nun geht die Deutsche Kreditwirtschaft einen Schritt weiter und erschließt mit girogo neue Einsatzbereiche für eine schnelle, bequeme und kundenfreundliche Kartenzahlung im Alltag.

 

Über die Initiative GeldKarte e.V.

Die Initiative GeldKarte e.V. mit Sitz in Berlin versteht sich als Netzwerk für Unternehmen und Institutionen, die die GeldKarte oder girogo akzeptieren oder die hierfür notwendige Infrastruktur bereitstellen. Die Initiative ist die Schaltstelle, in der Informationen und Neuigkeiten rund um die Chipkarte der deutschen Kreditwirtschaft zusammenfließen. Sie bündelt die Interessen ihrer Mitglieder und vertritt sie gegenüber Politik und Medien. Als Motor der GeldKarte treibt die Initiative einzelne Anwendungsbereiche gezielt voran. Sie recherchiert neue Einsatzmöglichkeiten, initiiert Pilotprojekte und unterstützt bestehende Aktivitäten ihrer Mitglieder, insbesondere in den Bereichen Marketing, Public Relations und Public Affairs.