Pressemitteilungen 2011

Pressemitteilung zur 7. Konferenz „kartensicherheit.de“

10. Oktober 2011

  • Halbierung der Schäden durch Einsatz von Kartenfälschungen dank EMV-Einführung
  • Deutsche Kreditwirtschaft verfügt mit EKS-Net über schlagkräftiges Tool zur Schadensabwicklung und Prävention
  • Erster Kurzfilm zum Thema „Meine PIN bleibt geheim!“

Frankfurt, 10. Oktober 2011 – „Höchste Sicherheitsstandards im kartengestützten Zahlungsverkehr und die nachhaltige Betrugsbekämpfung in Deutschland zeigen an vielen Fronten Erfolge“. Mit diesen Worten eröffnete Hans-Werner Niklasch, Geschäftsführer der EURO Kartensysteme GmbH, die 7. Konferenz kartensicherheit.de in Frankfurt. Hier trafen sich am 27. September 2011 wieder über 150 Kartenexperten kreditwirtschaftlicher Verbände, Sicherheitsverantwortliche von Banken und Sparkassen sowie Mitarbeiter von Strafverfolgungsbehörden und Kartenprozessoren im Frankfurter Holiday Inn zum Erfahrungs- und Wissensaustausch, intensiven Diskussionen und Networking.

Das Konferenzprogramm bot auch in diesem Jahr wieder hochaktuelle Informationen und spannende Praxisberichte. Margit Schneider, Leiterin Sicherheitsmanagement für Zahlungskarten bei der EURO Kartensysteme, untermauerte das erfreuliche Eröffnungsstatement Niklaschs mit Zahlen: So gingen die Dublettenschäden mit deutschen Debitkartendaten im bisherigen Jahresverlauf im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte zurück. „Die flächendeckende Ausstattung der girocards, der 57.000 Geldautomaten und ca. 650.000 Händlerkassen mit dem Sicherheitsstandard EMV, die verbreitete Aufrüstung der Automaten mit Anti-Skimming-Modulen sowie der Austausch veralteter Geräte, nicht zuletzt auch die Abschaltung elektronischer Türöffner sowie die vereinzelte Einführung temporärer Limitbeschränkungen der girocards auf Landesebene – all das hatte durchschlagende Wirkung“, erklärte Schneider. „Überdies agieren Banken, Sparkassen und EURO Kartensysteme über das webbasierte Online-Erfassungssystem EKS-Net schnell und präventiv.“ Die Anzahl identifizierter Schadensschwerpunkte im Inland beläuft sich bis August 2011 auf 647 gegenüber 1366 im Vorjahr. Von Skimming betroffen waren im selben Zeitraum lediglich 0,019% der 97 Millionen deutschen girocards.

Verlagerung der Schäden ins außereuropäische Ausland

Da mit der Einführung des EMV-Sicherheitsstandards bei Geldautomaten, Debit- und Kreditkarten sowie Händlerterminals innerhalb des 31 Länder umfassenden einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraums SEPA zum 1. Januar 2011 auch die Echtheit der Zahlungskarten anhand des fälschungssicheren EMV-Chips lückenlos überprüft wird, sind Kartenfälschungen im SEPA-Raum seit Jahresbeginn 2011 nicht mehr einsetzbar. Darauf haben die Tätergruppen reagiert und den Einsatz von Kartenfälschungen zunehmend ins außereuropäische Länder verlagert, in denen der EMV-Standard noch nicht eingeführt ist. Hierzu zählen unter anderem die USA, Kolumbien, die Dominikanische Republik, Kenia und Argentinien.
Genau im Blick behalten sollten alle am Kartengeschäft Beteiligten nicht nur die in diesem Jahr in Deutschland neu aufgekommenen Manipulationen von Tankstellen- und Fahrkartenautomaten, sondern auch die verstärkten Aktivitäten der Kartenkriminellen im POS-Terminalbereich. „Wachsamkeit, Kontrolle, Aufklärung und Information sind hier besonders wichtig,“ so Schneiders Appell, den sie mit dem Hinweis verknüpfte, das umfangreiche Informationsangebot zur Prävention von Terminalmanipulationen, u.a. auf kartensicherheit.de, intensiv zu nutzen. Durch Anwendung dieser Sicherheitsmaßnahmen konnten im Handel bereits mehrere Manipulationen rechtzeitig entdeckt werden, so dass kein Schaden entstand.

Eine Überraschung hatte sich Schneider bis zum Schluss ihres Vortrag aufgehoben, als sie die Erstausstrahlung des von der EURO Kartensysteme im Rahmen eines Förderungsprojekts gesponserten Kurzfilms „Der verrückte Laden“ startete. Große Zustimmung und Applaus zeigten, dass der Spot eines Studententrios der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film bei vielen Anwesenden sehr gut ankam. „Banken und Sparkassen sowie Polizeibehörden können unseren Kurzfilm zur Schärfung des Sicherheitsbewusstseins ab Anfang Oktober über kartensicherheit.de kostenfrei beziehen. Er eignet sich nicht nur zur Einbindung in Websites, sondern auch zur Vorführung in Filialen, auf Konferenzen sowie bei Messen und Schulungsveranstaltungen. Selbstverständlich kann der Spot auch über das Internet verbreitet werden.“ Abschließend kündigte Niklasch an, den geringer als erwartet ausgefallenen Aufwand zur Abwicklung des V Pay-Schadenpools in Form einer Reduzierung des Preises pro Karte an die Institute weitergeben zu wollen. „Ich hoffe, dass die Institute unser Angebot schon zum 1. Januar 2012 annehmen werden.“

Zur EURO Kartensysteme GmbH

Die EURO Kartensysteme GmbH übernimmt Aufgaben im gemeinschaftlichen Interesse der deutschen Kreditwirtschaft im Bereich des kartengestützten Zahlungsverkehrs. Die EURO Kartensysteme GmbH konzentriert sich auf zentrale Aufgaben wie die MasterCard-Lizenzverwaltung, die Zentrale Debit-Schadensbekämpfung, Aufklärung zu Methoden der Missbrauchsverhinderung, Marketing für die GeldKarte und Chip sowie die Weiterentwicklung von Zahlungssystemen.

Für Rückfragen zur Konferenz steht Ihnen Margit Schneider gerne zur Verfügung.
EURO Kartensysteme GmbH
Margit Schneider
Solmsstraße 6, 60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069/97945-4558
margit.schneider@eurokartensysteme.de
http://www.eurokartensysteme.de