Pressemitteilungen 2010
Pressemitteilung zur vorläufigen Debit-Schadensstatistik 2009
14. Januar 2010
- Intensive Zusammenarbeit aller am Kartengeschäft Beteiligten verhindert weitere Zunahme der Schäden durch Einsatz von Kartendubletten im Ausland
- Gesamtschäden im Debit-Bereich legen insgesamt zu, bleiben im Verhältnis zum Gesamtumsatz jedoch nach wie vor im unteren Promillebereich
- EURO Kartensysteme unterstützt Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden auf breiter Front
Frankfurt, 14. Januar 2010 – Dank der intensiven Zusammenarbeit aller am Kartengeschäft Beteiligten konnte im letzten Jahr ein weiterer Anstieg der mit Kartendubletten im Ausland verursachten Schäden verhindert werden. Wie aus der vorläufigen Schadensstatistik der EURO Kartensysteme weiter hervorgeht, nahm die Anzahl der manipulierten Geldautomaten und Türöffnersysteme im Jahr 2009 zwar insgesamt zu, durch die schnelle Identifizierung der Manipulationen konnten jedoch zum einen Banken und Sparkassen mehr potentiell betroffene girocard-Karten zeitnah sperren, zum anderen sank die Anzahl der Mehrfachattacken an einem Gerät. Hinzu kam, dass viele Institute ihre Türöffnersysteme im Jahresverlauf entfernten oder abschalteten.
Debit-Gesamtschaden stagnierend auf hohem Niveau
Insgesamt weist die Debit-Schadensstatistik für 2009 zwar einen Schadensanstieg aus, im Vergleich zum Gesamtumsatz mit deutschen Debitkarten liegt die Schadenshöhe jedoch nach wie vor im unteren Promillebereich. Besorgniserregend ist und bleibt, dass die Schäden im so genannten Lost/Stolen-Bereich zumeist unter Verwendung der korrekten Geheimzahl verursacht wurden. Dies legt den Schluss nahe, dass viele Karteninhaber ihre Zahlungskarte zusammen mit der PIN aufbewahrt oder die PIN nicht vor Dritten geheim gehalten haben. Entwendet wurden deutsche girocard-Karten nach wie vor in erster Linie in Kaufhäusern oder Geschäften, aus Autos, Wohnungen und Feriendomizilen sowie durch Straßenraub.
Kampf gegen Kartenbetrug auf breiter Front
„Nach den deutlichen Zuwachsraten im letzten Jahr sowohl beim Gesamtschaden als auch bei der Anzahl der Geldautomatenmanipulationen zeigt die Stagnation der Dublettenschäden und der vergleichsweise moderate Anstieg der Manipulationen in 2009, dass die Betrugsbekämpfungsmaßnahmen der deutschen Kreditwirtschaft greifen“, betont Hans-Werner Niklasch, Geschäftsführer der EURO Kartensysteme. Während Banken und Sparkassen ihre Anti-Skimming-Maßnahmen an Geldautomaten direkt verstärkten, beispielsweise in Form von Sichtblenden, Hinweisen zur Abdeckung der PIN-Eingabe sowie elektronischen Lösungen zum Schutz vor Skimming, leistet die enge Vernetzung und die intensive Zusammenarbeit aller am Kartengeschäft Beteiligten unverzichtbare Dienste bei der oftmals grenzüberschreitenden Ermittlung und Verfolgung von Tätern und Tatverdächtigen. „Durch die schnelle Informationsübermittlung zwischen der EURO Kartensysteme, den Instituten und den nationalen und internationalen Strafverfolgungsbehörden konnten im vergangenen Jahr nicht nur Schäden verhindert werden, fast noch wichtiger war die Festnahme von insgesamt 164 Betrügern oder Hehlern, die lückenlose Beweisführung vor Gericht anhand hieb- und stichfester Unterlagen und die anschließende Verhängung hoher Haftstrafen im Zusammenhang mit Kartenmissbrauch und -betrug,“ führt Niklasch aus.
Aufklärung und Information stehen auch weiter im Fokus der Öffentlichkeitsarbeit der EURO Kartensysteme. „Der Anstieg der Schäden mit verlorenen und gestohlenen girocard-Karten zeigt uns, dass wir in unseren Bemühungen, die Karteninhaber im Umgang mit Karte und PIN weiter zu sensibilisieren, nicht nachlassen dürfen“, so Niklaschs Fazit. „Zu den vorrangigsten Sorgfaltspflichten des Karteninhabers gehört es nach wie vor, dass kein Dritter Kenntnis von der PIN seiner Karte erlangt.“
Zur EURO Kartensysteme GmbH
Die EURO Kartensysteme GmbH übernimmt Aufgaben im gemeinschaftlichen Interesse der deutschen Kreditwirtschaft im Bereich des kartengestützten Zahlungsverkehrs. Die EURO Kartensysteme GmbH konzentriert sich auf zentrale Aufgaben wie die MasterCard-Lizenzverwaltung, die Entwicklung von Sicherheitsstandards, Methoden der Missbrauchsbekämpfung, Marketing für die GeldKarte und Chip sowie die Weiterentwicklung von Zahlungssystemen.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Hans-Werner Niklasch
Geschäftsführer EURO Kartensysteme
Solmsstraße 6, 60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069/97945-0
http://www.eurokartensysteme.de
