Pressemitteilungen 2007

Pressemitteilung zur 3. Konferenz „kartensicherheit.de“

Basisaufklärung der Karteninhaber bleibt beim Kampf gegen Kartenmissbrauch unerlässlich - Internationale Vernetzung aller am Kartengeschäft Beteiligten zeigt weitere Erfolge

26. September 2007

 

Expertenwissen, Erfahrungsberichte über den Kampf gegen den nationalen und internationalen Kartenbetrug aus erster Hand und ein detaillierter Überblick über die aktuelle Betrugssituation bei Zahlungskarten und Maßnahmen - all dies bot die diesjährige Konferenz „kartensicherheit.de“, die die EURO Kartensysteme (EKS) am 25. September 2007 zum dritten Mal in Frankfurt veranstaltete. Neben über 150 Teilnehmern kreditwirtschaftlicher Verbände, Sicherheitsverantwortlichen von Banken und Sparkassen sowie Mitarbeitern von Strafverfolgungsbehörden und Kartenprozessoren aus Deutschland nahmen in diesem Jahr erstmals auch Vertreter von Prozessing-Unternehmen und Polizeibehörden aus der Schweiz und Österreich an dem Expertenforum teil.

Die Themen Kartensicherheit, Präventions- und Betrugsbekämpfungsmaßnahmen sowie internationales Networking standen im Mittelpunkt des Expertenforums. „Bei der Bekämpfung der Kartenkriminalität und des Kartenmissbrauchs sind wir auch über die Grenzen Deutschlands hinaus aktiv. Neue Angriffsszenarien und steigende Schäden erfordern verstärkte Informations-, Aufklärungs- und Abwehrmaßnahmen auch auf internationaler Ebene“, erklärte Hans-Werner Niklasch, Geschäftsführer der EURO Kartensysteme, zum Auftakt der Konferenz.
Die diesjährige Referentenliste umfasste Vertreter des Bundeskriminalamtes Wiesbaden und des Frankfurter Polizeipräsidiums, Justiz- und Bankenexperten sowie Sicherheitsmanager und -verantwortliche von Servicedienstleistern, Geldautomatenherstellern, Transaktionsabwicklungsunternehmen und IT-Unternehmen aus Deutschland und Österreich.

„Die Tatsache, dass rund 70 Prozent aller Missbrauchsfälle im Zusammenhang mit Kredit- oder Debitkarten auf sorgloses und unachtsames Verhalten der Karteninhaber zurückzuführen ist, belegt den immer noch immens hohen Informations- und Aufklärungsbedarf unter Karteninhabern und in der ganzen Bevölkerung“, bekräftigte Margit Schneider, Leiterin des Sicherheitsmanagements Zahlungskarten bei der EKS, in ihrem Eröffnungsvortrag. Schneider appellierte, die Basisaufklärung in den Mittelpunkt der Bemühungen zu stellen, Kartenmissbrauch zu verhindern und zu bekämpfen: „Wir müssen den Kateninhabern anschauliche Beispiele für ihre Sorgfaltspflichten im Umgang mit der Karte und PIN geben.“ Bei der Eingabe der Geheimnummer die freie Hand als Sichtschutz zu verwenden, ist der einfachste und zugleich effektivste Schutz vor dem Ausspähen der PIN. „Diese Maßnahme sollte eigentlich allen Karteninhabern in Fleisch und Blut übergehen,“ so Schneider.

Doch auch auf Institutsseite werden die Betrugsbekämpfungsmaßnahmen verstärkt. Schutzvorrichtungen an Geldautomaten, die Überprüfung der Tages- und Wochenlimits, das Monitoring der Umsätze sowie die zügige und detaillierte Erfassung von Schäden und die schnelle Übermittlung von Manipulationsanzeigen via EKS-Net leisten hierfür bereits einen wichtigen Beitrag.

Gut ein Jahr nach der bundesweiten Einführung von EKS-Net, dem System zur Erfassung und Bearbeitung von Debitkartenschäden, wurde eine positive Bilanz gezogen: Bereits 1.600 der rund 2000 deutschen Institute sind bereits im System angelegt. 44% aller Schadensfälle werden mittlerweile von den Banken und Sparkassen direkt erfasst. Damit kann unverzüglich in die Schadensbekämpfung, aber auch -regulierung eingestiegen werden. Zwischen Januar und August 2007 wurden bereits knapp 58.000 Kartensperren eingeleitet und damit ein potenzieller Schaden von ca. 69 Millionen Euro verhindert.

“Der grenzüberschreitende Wissens- und Erfahrungsaustausch und das Networking aller am Kartengeschäft Beteiligter bleiben beim Kampf gegen den Kartenmissbrauch unverzichtbar,“ resümiert EKS-Geschäftsführer Niklasch. „Das positive Feedback während und nach der Konferenz hat uns bestätigt, dass die Konferenzteilnehmer auch in diesem Jahr von den Inhalten und den persönlichen Kontakten wieder profitieren konnten“, so sein Fazit.

Zur EURO Kartensysteme GmbH

Die EURO Kartensysteme GmbH übernimmt Aufgaben im gemeinschaftlichen Interesse der deutschen Kreditwirtschaft im Bereich des kartengestützten Zahlungsverkehrs. Die EURO Kartensysteme GmbH konzentriert sich auf zentrale Aufgaben wie die MasterCard-Lizenzverwaltung, die Entwicklung von Sicherheitsstandards, Methoden der Missbrauchsbekämpfung, Marketing für die GeldKarte und Chip sowie die Weiterentwicklung von Zahlungssystemen.

Für Rückfragen zur Konferenz steht Ihnen Margit Schneider gerne zur Verfügung.

EURO Kartensysteme GmbH
Margit Schneider
Solmsstraße 6, 60486 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 / 9 79 45-4558
E-Mail: margit.schneider@eurokartensysteme.de
http://www.eurokartensysteme.de