Pressemitteilungen 2007
GeldKarte knackt die 100-Millionen-Umsatzmarke
17. Januar 2007
Steigende Wachstumsraten auch in 2006; erstmals über 100 Millionen Euro Umsatz über den goldenen Chip; Bundesbürger ersparen sich täglich Münzgeld mit einem Gewicht von 4,6 Tonnen; durch erfolgreiche Umstellung der Zigarettenautomaten wird dieses Jahr weiterer Aufschwung erwartet.
Die positiven Zukunftsprognosen für einen Aufschwung der GeldKarte werden Wirklichkeit. Das belegen die Zahlen für das Jahr 2006, die der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) jetzt veröffentlicht hat. Bereits seit einigen Jahren wächst die Akzeptanz des bargeldlosen Zahlungsmittels für den Kleingeldbereich in der Bevölkerung kontinuierlich und immer schneller. Im Vergleich zum Jahr 2005 nahm die Anzahl der Ladetransaktionen um 12,3 Prozent zu. Über fünf Millionen Mal wurde der Chip im letzten Jahr mit Guthaben geladen. Insgesamt wandelten die Nutzer so knapp 130 Millionen Euro in elektronisches Bargeld um. Das sind 14,5 Prozent mehr als in 2005. Im Schnitt wechselten pro Ladevorgang knapp 26 Euro vom Konto des Besitzers auf seine GeldKarte.
Das Geld auf dem Chip kommt zudem immer häufiger an Automaten aller Art zum Einsatz. So bezahlten die Nutzer letztes Jahr 42,3 Millionen mal aus dem Chip, was einem Wachstum von 11,9 Prozent entspricht. Dabei wurden über 104 Millionen Euro umgesetzt, 17,4 Prozent mehr als in 2005. Jeden Tag wurden demnach im Schnitt rund 286.000 Euro Kleingeld in elektronischer Form unter anderem für Zigaretten, Parkscheine oder Bustickets ausgegeben. Legt man die Bundesbank-Statistiken für den Münzgeldumlauf zugrunde, kommen Münzen in diesem Wert auf ein Gesamtgewicht von ca. 4,6 Tonnen. GeldKarte-Nutzer haben den Automatenbetreibern im Jahresverlauf somit die Handhabung von rund 1.700 Tonnen Münzgeld erspart.
Besonders rasant stieg die Zahl der aktiven Akzeptanzstellen: Im Vergleich zum Vorjahr waren es 2006 um 89 Prozent mehr Automaten, an denen mindestens ein Mal im Monat per GeldKarte gezahlt wurde. „Das Wachstum hat sich vor allem im zweiten Halbjahr beschleunigt. Für 2007 erwarten wir, dass der Aufschwung der GeldKarte noch deutlich schneller vorangeht. Den nötigen Impuls gibt natürlich der Einsatz als Jugendschutzinstrument an Zigarettenautomaten,“ kommentiert Volker Koppe, Marketingleiter der GeldKarte bei EURO Kartensysteme die aktuellen Zahlen. Es werde erwartet, dass viele Karteninhaber die Karte nun auch zum Bezahlen an den Zigarettenautomaten und im zweiten Schritt an vielen weiteren Akzeptanzstellen erstmals einsetzen würden.
Jugendschutzmerkmal sorgt für Aufwind
Aufgrund der Novellierung des Jugendschutzgesetzes aus dem Jahr 2003 müssen alle Zigarettenautomaten seit Januar 2007 Jugendlichen unter 16 Jahren den Zugang verwehren. Die Branche entschied sich für den Chip auf den ec- und Kundenkarten der Banken und Sparkassen. Abgesehen von kleineren Pannen in den ersten Tagen funktioniert das neue System reibungslos. "Die Umstellung der ca. 500.000 Zigarettenautomaten auf den jugendgesicherten Verkauf von Tabakwaren ist erfolgreich umgesetzt worden", berichtet Peter Lind, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller (BDTA).
Hoher Datenschutzstandard ermöglicht Einsatz auch im Internet
Bei der Altersverifikation speichert der Automat keinerlei Daten. Zudem ist auf dem Chip bei volljährigen Kartenbesitzern lediglich ein Altersvermerk „18+“ und nicht das genaue Geburtsdatum hinterlegt. Bei minderjährigen Karteninhabern enthält der Vermerk das verschlüsselte Geburtsdatum, das nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten im Chip gespeichert werden darf. Durch die Gewährleistung hoher Anonymitäts- und Sicherheitsstandards eignet sich der GeldKarte-Chip auch zur Altersverifikation im Internet. Auf über 160.000 Adult-Websites legitimieren sich die Nutzer bereits per GeldKarte und Kartenleser und vermeiden so die Angabe von personenbezogenen Daten und aufwändige Post-Ident-Verfahren zur persönlichen Identifizierung.
Über die GeldKarte
Die GeldKarte ist eine „Geldbörse“ in Chipform, die von der deutschen Kreditwirtschaft gemeinschaftlich getragen wird. Der Chip kann am Geldautomaten oder an speziellen Ladeterminals mit bis zu 200 EUR aufgeladen werden. Die GeldKarte dient damit vorrangig als Kleingeldersatz. Bezahlt werden kann unter anderem an Parkscheinautomaten, im Öffentlichen Personennahverkehr, an Zigarettenautomaten und im Internet. Die GeldKarte-Funktion erhält der Kunde i. d. R. mit der ec- oder Kundenkarte seiner Bank bzw. Sparkasse. Derzeit sind in Deutschland über 64 Millionen GeldKarten (70 Prozent aller ec- und Kundenkarten) im Umlauf, die an rund 600.000 Akzeptanzstellen zum Einsatz kommen. Der Karteninhaber bleibt bei sämtlichen Bezahlvorgängen anonym. Für den Akzeptanzpartner ist die Zahlung per GeldKarte garantiert und damit gleichbedeutend mit einer Barzahlung. Über Zusatzfunktionen des Chips wie den Jugendschutz am Zigarettenautomaten und im Internet, den Elektronischen Fahrschein, die Verwaltung von Bonuspunkten oder die Digitale Signatur wird die GeldKarte ihre führende Position als Bezahlsystem für Kleinbeträge in der physischen Welt sowie im Internet in den kommenden Jahren weiter ausbauen.
Über EURO Kartensysteme
Als Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Kreditwirtschaft übernimmt die EURO Kartensysteme GmbH Aufgaben im gemeinsamen Interesse der deutschen Banken und Sparkassen im Bereich des kartengestützten Zahlungsverkehrs. Die EURO Kartensysteme GmbH konzentriert sich dabei insbesondere auf zentrale Aufgaben und Serviceleistungen, wie z.B. die MasterCard-Lizenzverwaltung, die Entwicklung von operationalen Sicherheitsstandards, Methoden der Missbrauchsbekämpfung sowie das Marketing für die GeldKarte und den Chip.
Weitere Informationen unter www.GeldKarte.de/Presse
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