Pressemitteilungen 2006

Online-Musikdienste verschenken Gewinne in Millionenhöhe
Die Marge der Händler könnte mit der GeldKarte um 50 Prozent gesteigert werden

Frankfurt, 10. Mai 2006

Während der deutsche Phonomarkt weiterhin mit Umsatzrückgängen zu kämpfen hat, boomt das Geschäft mit dem legalen Musikdownload im Internet. Letztes Jahr verkauften deutsche Online-Musikdienste laut Phonoverband rund 20 Millionen Songs mit einem Umsatz von 26 Millionen Euro. Die Gewinnspanne für die Musikdienste liegt jedoch nur bei ca. 20 Prozent. Mit der GeldKarte könnten die Payment-Kosten von zwanzig auf unter zehn Prozent gesenkt werden. Das könnte den Musikdiensten jährliche Mehreinnahmen von rund 2,6 Millionen Euro bescheren und ihre Marge um die Hälfte erhöhen.

Die Bezahlabwicklung über Payment-Dienstleister kostet die Online-Musikdienste durchschnittlich 20 Prozent ihrer Einnahmen an einem verkauften Song. Kreditkartenunternehmen verlangen i. d. R. eine Mindestgebühr von 30 bis 40 Cent. Auch die Bezahlung über den Anruf bei 0190er Nummern und über „virtuelle Guthabenkonten“ ist für die Musikdienste mit erheblichen Kosten verbunden. Mit der GeldKarte-Funktion auf den ec- und Kundenkarten der Banken und Sparkassen könnten die Anbieter bei einem durchschnittlichen Preis von 1,30 Euro pro Download an jedem einzelnen Song, der mit der GeldKarte bezahlt wird, bis zu 13 Cent mehr verdienen. Die deutschen Online-Musikdienste verzichten so auf 2,6 Millionen Gewinn pro Jahr, was in etwa die Hälfte ihrer Marge ausmachen dürfte.

Ein Chip mit vielen Talenten

Nach Meinung von Volker Koppe, Leiter Marketing GeldKarte bei der EURO Kartensysteme GmbH, spricht vieles für den Einsatz der GeldKarte als Zahlungsmittel im Internet: "Da ist zum einen die mit über 64 Millionen ausgegebenen Karten weite Verbreitung in deutschen Portemonnaies, zum anderen ihr außerordentlich hoher Sicherheitsstandard mit garantierter Anonymität - ein wichtiger Aspekt für viele Internetnutzer. Durch mögliche Zusatzfunktionen wie eTicketing, Homebanking über HBCI oder auch die digitale Signatur ist der goldene Chip bestens für die Zukunft gerüstet. Online-Anbietern garantiert die GeldKarte darüber hinaus eine ausfallsichere Zahlung. Über die Einführung der GeldKarte zum Bezahlen von Musikdownloads wird daher schon bei vielen deutschen Online-Musikdiensten intensiv nachgedacht."

Jugendschutz auf "Über 18"-Seiten

Die GeldKarte konnte sich im Internet auch als Lösung für den Jugendschutz etablieren. GeldKarte und Kartenleser können durch das auf dem Chip gespeicherte Jugendschutzmerkmal ("18+") gewährleisten, dass nur volljährige User Zutritt zu entsprechenden Websites erhalten. Dieses System ist heute schon auf über 130.000 Websites im Einsatz.

Nutzung von Chipkartenlesern wächst

Einzige Hürde stellte bisher die geringe Verbreitung von geeigneten Chipkartenlesern in den deutschen Haushalten dar. Die letzte W3B-Umfrage lässt in diesem Zusammenhang jedoch einen deutlichen Aufwärtstrend erkennen: 13,7 Prozent der Internetnutzer haben bereits Zugang zu einem Chipkartenlesegerät, weitere 10,9 Prozent planen die Verwendung in nächster Zeit.

Über die GeldKarte:

Die GeldKarte ist eine "Geldbörse" in Chipform, die von der deutschen Kreditwirtschaft gemeinschaftlich getragen wird. Der Chip kann am Geldautomaten oder an speziellen Ladeterminals mit bis zu 200 EUR aufgeladen werden. Die GeldKarte dient damit vorrangig als Kleingeldersatz. Bezahlt werden kann unter anderem an Parkscheinautomaten, im Öffentlichen Personennahverkehr, an Zigarettenautomaten und im ausgewählten Einzelhandel. Die GeldKarte-Funktion erhält der Kunde i. d. R. mit der ec- oder Kundenkarte seiner Bank bzw. Sparkasse. Derzeit sind in Deutschland über 64 Millionen GeldKarten (70 Prozent aller ec- und Kundenkarten) im Umlauf, die an mehr als 600.000 Akzeptanzstellen zum Einsatz kommen. Der Karteninhaber bleibt bei sämtlichen Bezahlvorgängen anonym. Für den Akzeptanzpartner ist die Zahlung per GeldKarte garantiert und damit gleichbedeutend mit einer Barzahlung. Über Zusatzfunktionen des Chips wie den Jugendschutz am Zigarettenautomaten und im Internet, den Elektronischen Fahrschein, die Verwaltung von Bonuspunkten oder die Digitale Signatur wird die GeldKarte ihre führende Position als Bezahlsystem für Kleinbeträge in der physischen Welt sowie im Internet in den kommenden Jahren weiter ausbauen.

Über EURO Kartensysteme:

Als Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Kreditwirtschaft übernimmt die EURO Kartensysteme GmbH Aufgaben im gemeinsamen Interesse der deutschen Banken und Sparkassen im Bereich des kartengestützten Zahlungsverkehrs. Die EURO Kartensysteme GmbH konzentriert sich dabei insbesondere auf zentrale Aufgaben und Serviceleistungen, wie z.B. die MasterCard-Lizenzverwaltung, die Entwicklung von operationalen Sicherheitsstandards, Methoden der Missbrauchsbekämpfung sowie das Marketing für die GeldKarte und den Chip.

Weitere Informationen unter www.GeldKarte.de/Presse

EURO Kartensysteme GmbH
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Leiter Marketing GeldKarte
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E-Mail: volker.koppe@eurokartensysteme.de

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